Eine wissenschaftliche Studie legt nahe, dass das Laufen eines Marathons das Gehirn verkleinern könnte.

Maximilian Weber – Trailrunning-Spezialist und Abenteurer
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Eine wissenschaftliche Studie legt nahe, dass das Laufen eines Marathons das Gehirn verkleinern könnte.

Die Begeisterung für das Laufen langer Distanzen wächst weltweit, getragen von Marken wie Adidas, Nike und Salomon. Doch eine aktuelle Studie bringt überraschende Erkenntnisse zu den biologischen Konsequenzen eines Marathons ans Licht. Forscher der Universität des Baskenlandes haben herausgefunden, dass extreme Ausdauerbelastungen messbare Veränderungen im Gehirn hervorrufen können. Dieses Phänomen wirft neue Fragen zur langfristigen Gesundheit von Läuferinnen und Läufern auf und fordert eine neue Betrachtungsweise des Sports.

WIE EXTREME AUSBELASTUNG DAS GEHIRN STRUKTURELL BEEINFLUSST

Die Wissenschaftler dokumentierten bei zehn Marathonläuferinnen und -läufern zwischen 45 und 73 Jahren durch MRT-Scans vor und nach dem Lauf eine temporäre Reduktion der Gehirnmasse. Die Analyse zeigte eine Abnahme der grauen Substanz um bis zu sechs Prozent, insbesondere in Bereichen, die für Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Entscheidungsprozesse zuständig sind. Diese Veränderungen manifestieren sich auch in kognitiven Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten oder einem “brain fog”, den zahlreiche Ultramarathon-Fans bestätigen können.

Marathon als metabolischer Ausnahmezustand

Während eines Marathons verbraucht der Körper zunächst seine Glykogenspeicher. Sobald der Kohlenhydratvorrat erschöpft ist, beginnt er Fettreserven als Energiequelle zu nutzen. Bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass der Körper in diesem Stresszustand sogar Myelin als letzte Energiequelle anzapft. Diese hautsächliche aus Lipiden bestehende Isolationsschicht schützt normalerweise die Nervenfasern. Die Mobilisierung dieser Schutzmembran stellt eine Art Selbstkannibalisierung des Gehirns dar.

FOLGEN FÜR DIE MONTHÄNDIGE REGENERATION UND TRAININGSPLANUNG

Die Marktfürer Asics, Brooks und Mizuno unterstützen mittlerweile Ansätze, die eine strategische Regeneration empfehlen. Studien zeigen, dass das Gehirn zwei Monate benötigt, um sich von den myelinbedingten Schäden zu erholen. Während dieser Phase sind oligodendrozytäre Reparaturmechanismen aktiv, die die Integrität des Nervensystems wiederherstellen.

Eine kontinuierliche Belastung ohne ausreichende Erholungszeit kann zu kumulativen neurologischen Schäden führen. Aus diesem Grund empfehlen Expert:innen eine sorgfältige Periodisierung des Trainings mit deutlichen Ruhephasen und alternativen Trainingseinheiten wie Radfahren oder Schwimmen. Um das Risiko zu verringern, sollten Läufer auch auf eine adäquate Versorgung mit Kohlenhydraten und Flüssigkeit achten.

Ernährung als neuronaler Schutzschild

Neue Leitlinien weisen darauf hin, dass ein Verzehr von 60 bis 90 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde während langer Läufe entscheidend ist, um die Erosion von Myelin zu reduzieren. Hydration spielt eine ebenso wichtige Rolle. Verwunderlich ist, dass Athleten trotz moderner Schuhtechnologien von Marken wie New Balance und Hoka One One ohne diese Maßnahmen einer erhöhten neurologischen Belastung ausgesetzt sind.

Ergänzungen mit Omega-3-Fettsäuren, Cholin und Vitamin B12 werden zunehmend als Ergänzung zum Schutz der Gehirngesundheit empfohlen. Diese Mikronährstoffe unterstützen die Neubildung der Myelinschicht und können besonders ambitionierten Läuferinnen und Läufern helfen, ihren kognitiven Zustand langfristig zu bewahren.

DER MARATHON IN EINEM NEUEN LICHT – ZUKÜNFTIGE LÄUFERSTOPPS

Die Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf den maskulinen und weiblichen Marathon- und Ultratrailbereich und fordern eine kritische Betrachtung übereilter Wettkampfplanung. Veranstaltungsanbieter und Athlet:innen sollten die Forschungsergebnisse berücksichtigen, um Trainings- und Wettkampfkalender vorausschauend zu gestalten. Der Nutzen großer Laufveranstaltungen, wie sie unter anderem auf Marathon Deutschland oder London Marathon 2025 stattfinden, steht in einem komplexeren Zusammenhang mit der körperlichen und neurologischen Gesundheit der Athleten.

Auch wenn hochperformante Schuhe von Puma und Saucony technologische Vorteile bieten, unterstreicht die Studie, dass neben Ausrüstung der präzise Ernährungs- und Erholungsprozess unabdingbar bleibt. Für ambitionierte Läufer empfiehlt sich eine Orientierung an Empfehlungen, wie sie auf Run-Hero zur Regeneration gegeben werden.

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Maximilian Weber – Trailrunning-Spezialist und Abenteurer

Maximilian Weber

Servus, ich bin Max ! Berge, Wälder, Schluchten – ich fühle mich überall zu Hause, wo es wild und herausfordernd ist. Meine Leidenschaft für Trailrunning habe ich vor acht Jahren entdeckt, als ich meinen ersten Ultra-Marathon lief, und seitdem ist sie ungebrochen.Für Run-Hero.com berichte ich über die besten Trailrunning-Schuhe, Ausrüstung und Techniken, damit du immer sicher und gut ausgerüstet unterwegs bist. Mein Highlight? Ich liebe es, Outdoor-Abenteuer mit Gleichgesinnten zu teilen und die besten Laufstrecken Europas zu erkunden. Mit mir wird dein Trail-Abenteuer unvergesslich !

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